Bernardo Carvalho: Neun Nächte | Literatur aus Brasilien

Carvalho_Neun NächteIm Jahr 1939 bricht der US-amerikanische Anthropologe Buell Quain zum Stamm der Krahô im brasilianischen Urwald auf. Wenige Monate später ist er tot. Selbstmord – aufgehängt an einem Baum, mit aufgeschnittenen Adern.

Sechzig Jahre später begibt sich ein brasilianischer Journalist auf die Spurensuche, um das Geheimnis um den mysteriösen Tod von Buell Quain zu lösen: Warum nahm er sich auf grausame Art und Weise das Leben? Hatte Buell Quain etwas zu verbergen oder wollte er mit seinem Selbstmord die Indigenen schützen?

Bei seinen Recherchen stößt der Journalist auf die Aufzeichnungen von Manoel Perna, dem Buell Quain in neun Nächten einen tiefen Einblick in sein Seelenleben gewährte.

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Doctor Who: Ansichten eines Laien

Da wurde ich nun also von Miss Booleana zum Thema Doctor Who getaggt.

Ich würde mich nicht als Fan bezeichnen (da mir ein angesammeltes Nerd-Wissen fehlt), sondern eher als Bewunderer der Serie. Aufgrund meines mangelnden Detailwissens möchte ich die Fragen von Miss Booleana etwas flexibler handhaben. Also, los geht’s:

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Sergio Olguín: Zurück nach Lanús | Literatur aus Argentinien

Olguín_Zurück nach LanúsLanús, ein Vorort von Buenos Aires: Adrián verbringt seine Kindheit mit Freunden auf der Straße. Sie unterhalten sich über Superhelden, lesen Comics und wehren sich gegen die Angriffe der übermächtigen Jungs aus der Tincho-Familie.

Es ist aber vor allem die Liebe zum Fußball, die Adrián, Francisco und die anderen Jungs vereint: „Was Freundschaft war, was ich im Leben tun oder lassen sollte, was wichtig und was banal war, all das lernte ich beim Fußballspielen.“

Alle sind sie Fans von Independiente, nur Adrián hält zu Boca. Gemeinsam suchen sie das Haus, in dem Diego Maradona aufwuchs, um ihm für die zwei Tore gegen England zu danken – oder sie stoßen zusammen in unbekannte Regionen von Lanús vor, um ihren Fußball an einer Tankstelle aufzupumpen.

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Hauptbahnhof Mainz, August 2013

HBF Mainz


Bahnhof Mainz_


 Hauptbahnhof Mainz, 6. August 2013

Spionage-Literatur: „Der Geheimagent“ von Joseph Conrad | London

Joseph Conrad_GeheimagentEine einfache Geschichte, so lautet der Untertitel zu Joseph Conrads Roman Der Geheimagent, der 1906 bis 1907 in Fortsetzungen erschien. Und tatsächlich ist die Handlung schnell erzählt. Adolf Verloc ist Besitzer eines schmuddeligen Krimskramsladens im Londoner Stadtteil Soho. Sein Sortiment reicht vom Pornoheftchen bis zum Stempelkissen. Nur selten verirrt sich ein Kunde in sein Geschäft.

Umso lebhafter geht es abends im Hinterzimmer zu. Denn hier versammelt sich regelmäßig ein Grüppchen von Anarchisten, um über die Weltrevolution zu räsonieren. Verloc ist Teil der Gruppe. Als Geheimagent einer ausländischen Macht soll er über ihre Aktivitäten berichten und sich selbst als Agent Provocateur betätigen. Erfolge hat er jedoch schon seit Jahren nicht mehr vorzuweisen. Daher fordert sein neuer Chef, Herr Vladimir, nun Taten.

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