Becketts Leuchtturm in Dún Laoghaire

Etwa zehn Kilometer südlich von Dublin liegt das kleine Hafenstädtchen Dún Laoghaire – ein Name, der sich auf der Landkarte verhältnismäßig schwierig liest, vor Ort jedoch durch die Aussprache Dun Liri überzeugt.

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Windig geht es hier zu, am Pier von Dún Laoghaire, und wir steuern mit kleinen Umwegen auf unser Ziel zu – den Leuchtturm am Ende der Hafenpromenade. Hier wartet der unendliche Ozean – und hier wartet der in Foxrock bei Dún Laoghaire geborene Samuel Beckett.

In seinem Stück Krapp’s Last Tape verewigte Beckett den Hafen von Dún Laoghaire, seine „gewaltigen Granitfelsen, die Gischt, die im Licht des Leuchtturms emporflog, und den Windmesser, der sich wie ein Propeller drehte“.

261455_1986820514102_7664802_n268395_1986826274246_6609995_nBeckett Dún Laoghaire

Den Windmesser gibt es heute noch, allerdings ohne Propeller.

Was uns Beckett nicht verriet: Hier, vom Leuchtturm am Pier, können wir einem noch berühmteren Turm der irischen Literaturgeschichte zuwinken. Und dies nicht nur am Bloomsday.

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Mehr Irland im Blog.


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Autor: andreabreuer

Bloggt über Weltliteratur & Straßenpoesie. Arbeitet mit Texten, Menschen & Sprachen. Mainz. |

15 Kommentare zu „Becketts Leuchtturm in Dún Laoghaire“

  1. Gerade auf Burns Spuren in Edinburgh und Schottland unterwegs. Nächste Woche dann auch on Dublin. In der Wartehalle in Waverley diesen schönen Artikel gelesen. Danke für den Zeitvertreib und die Vorausschau. G.

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  2. Da war ich, als ich 14 war und im Schüleraustausch in Irland. Von Beckett habe ich erst zwei Jahre später gehört, und meine Englischlehrerin war des Lobes voll, weil ich als einzige Dún Laoghaire korrekt aussprechen konnte. Tja, Reisen bildet (wenn auch nicht jeden).

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  3. Salut, Andrea.
    Éire…
    …manche sagen ja, daß Landschaft wie Klima die Menschen früh dazu drängte wunderbare Geschichten erzählen zu wollen. Geschichten, die einen Dornenzweig durch die Seelen der Figuren wie Hörer (später Leser) ziehen.
    Wobei die Realität noch die schlimmeren Dinge bereit halten konnte. Vom Hunger bis zu „unbarmherzigen Schwestern“.

    Nur gut, daß uns auch Stories wie die der Familie Rabbitte auflachen laßen können.

    bonté

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    1. Das ist wohl wahr. Wenn man sich die klassischen Arbeiterviertel in Dublin (und die durch die Finanzkrise leerstehenden Häuser und Geschäfte) ansieht, bleibt einem dieses Lachen im Halse stecken…

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