Sing mir ein Lied vom Drogenbaron – Erazo Heufelders Reisereportage „Drogenkorridor Mexiko“

Drogenkorridor MexikoHoch oben, auf dem Friedhof von Santiago de los Caballeros, thront vor der malerischen Kulisse der Sierra Madre ein gigantischer Marmortempel. Es soll die letzte Ruhestätte des Drogenbosses Ernesto Fonseca Carrillo werden – nachdem er im Gefängnis seine lebenslange Haftstrafe abgesessen hat.

Ihre Denkmäler lassen sich die mexikanischen Drogenbarone schon zu Lebzeiten errichten. Und während sich korrupte Politiker am Drogenhandel bereichern, verkaufen sich Drogenbarone als vermeintliche Philanthropen. Den Menschen in Badiraguato, so schreibt Erazo Heufelder in ihrer Reportage Drogenkorridor Mexiko, sei der Drogenbaron Rafael Caro Quintero als größter Gönner ihrer Gemeinde in Erinnerung geblieben. Er habe nicht nur Schulen und Kirchen bauen lassen, sondern auch abgelegene Ortschaften mit Strom versorgt.

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Die Zauberberge Brasiliens: Über die Romane „Krieg der Bastarde“ und „Leichendieb“

ZEITNAHAnlässlich der Frankfurter Buchmesse durfte ich
für das Kulturmagazin Zeitnah die beiden sehr lesenswerten Romane Leichendieb von Patrícia Melo und Krieg der Bastarde von Ana Paula Maia vorstellen.

Patrícia Melo ist Gewinnerin des diesjährigen LiBeraturpreises, der sich ausschließlich an schreibende Frauen richtet. Ana Paula Maias in jeder Hinsicht spektakulärer Roman Krieg der Bastarde belegt auf der aktuellen Weltempfänger-Bestenliste den dritten Platz.

Hier geht es zum Beitrag Die Zauberberge Brasiliens. Über die Romane «Krieg der Bastarde» und «Leichendieb».

„Krieg der Bastarde“ in Mainz: Lesung mit Ana Paula Maia

Mit Krieg der Bastarde habe sie ihre literarische Stimme gefunden, sagt Ana Paula Maia. Und was für eine Stimme das ist!

Im Mainzer Lomo stellte Ana Paula Maia gestern Abend gemeinsam mit ihrer deutschen Übersetzerin Wanda Jakob einen Roman vor, der in Brasilien bereits 2007 auf den Markt kam und erst vor wenigen Wochen auf Deutsch beim A1 Verlag erschienen ist.

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Ana Paula Maia: Krieg der Bastarde | Literatur aus Brasilien

Krieg der BastardeDer Zauberberg in Brasilien: das ist ein Häufchen Koks, von dem man runterkommen muss, bevor man die Ware in einem Beichtstuhl an eine einbeinige Regisseurin verkauft – freilich nicht, ohne vorher den Priester mit neuem Kirchenmobiliar bestochen zu haben.

Es ist eine ganze Sporttasche voller Kokain, die Amadeu aus der Chefetage einer Porno-Produktionsfirma gestohlen hat. Er will die Drogen zu Geld machen und damit die Schulden seiner Freundin Gina bezahlen. Der Diebstahl bleibt nicht unbemerkt.

Die beiden Ganoven Edgar und Pablo werden auf Amadeu angesetzt. Sie durchforsten die Stadt nach ihm. Auch Gina sucht Amadeu. Alle suchen Amadeu – nicht wissend, dass dieser bei einem tragikomischen Unfall längst sein Leben verloren hat.

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Judith Torrea: „Kinder begraben Kinder“ | Ciudad Juárez, Mexiko

Judith Torrea: Juárez en la sombraJudith Torrea hat ihr Herz an Ciudad Juárez verloren. Ciudad Juárez gilt als eine der gefährlichsten Städte der Welt, doch Judith Torrea nennt sie liebevoll Juaritos. In der mexikanischen Grenzstadt regiert ein mörderischer Drogenkrieg, dem jedes Jahr tausende von Menschen zum Opfer fallen.
Die Spanierin Judith Torrea arbeitete bis 2009 als Reporterin in New York. Dort beobachtete sie Tag für Tag die Schönen und Reichen beim gepflegten Drogenkonsum. „Weißt Du, wie viele Tote es erfordert, damit Du ein Gramm Kokain konsumieren kannst?“ Diese Frage richtete sie an einen New Yorker Millionär. Sie erhielt keine Antwort. Aber sie beschloss, die New Yorker Glamourwelt zu verlassen und nach Ciudad Juárez zu gehen, um dort vor Ort über das Leben und Sterben im Schatten des Drogenkrieges zu berichten.

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