מגנצא – Am Judensand: Der Alte Jüdische Friedhof in Mainz

Kein Hinweisschild dorthin, nirgendwo – und doch ist es für gut vorbereitete Mainz-Touristen nicht unmöglich, jene Begräbnisstätte zu finden, die zu den ältesten jüdischen Friedhöfen in ganz Europa zählt.

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Denk ich an Mainz in der Nacht…


Von Mainz nach La PazKaiserstraße Mainz, 10. November 1938: „Dann gab es ein fürchterliches Krachen an unserer Wohnungstür, und bevor wir wussten, wie uns geschah, standen wir plötzlich einer großen Horde von Männern gegenüber […] Alles splitterte und brach in Stücke.“

Nachbarn sammeln die im Hof verstreute Kleidung auf. Am folgenden Tag schaut ein Polizist vorbei. Er verspricht der Familie, dass dem Vater, der sich auf dem Speicher versteckt, nichts geschehen werde. Aber danach, so Renata Schwarz in ihren Erinnerungen Von Mainz nach La Paz, war nichts mehr wie zuvor. Der Vater kann nach den Ereignissen vom 10. November acht Tage lang nicht sprechen: „Bei ihm war innerlich etwas zerbrochen.“  Renatas Familie flieht nach Lateinamerika.

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Georg Elser

Er wollte „ein noch größeres Blutvergießen verhindern“: Georg Elser unternahm 1939 im Münchener Bürgerbräukeller einen Attentatsversuch auf Hitler. Hitler verließ das Gebäude nur einige Minuten früher als erwartet. Die mit einem Zeitzünder versehene Bombe explodierte zu spät.

Georg Elser wurde noch am selben Tag festgenommen. Man inhaftierte ihn zunächst im Konzentrationslager Sachsenhausen, später im KZ Dachau. Im April 1945, wenige Wochen vor Ende des Krieges, wurde Georg Elser auf Befehl von Hitler ermordet.

In der Straße der Erinnerung in Berlin-Moabit wird dem Widerstandskämpfer Georg Elser und weiteren Persönlichkeiten der deutschen Geschichte gedacht.

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Georg Elser

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Georg Elser

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Mainz: „Stolpersteine“ für Familie Salomon

Ein paar Schritte die Straße hinunter, dann rechts abbiegen und ich stehe vor dem ehemaligen Wohnhaus von Eugen Salomon – berühmte Nachbarschaft, denn Salomon war einer der Gründer und erster Präsident des Fußballvereins 1. FSV Mainz 05.

Eugen Salomon wurde 1942 im Konzentrationslager Auschwitz ermordet. Seine Frau Alice und seine beiden Söhne Alfred und Erwin überlebten die Nazi-Zeit in Frankreich.

Seit diesem Monat erinnern vier „Stolpersteine“ in der Mainzer Boppstraße an das Schicksal der Familie Salomon.

Stolpersteine Familie Salomon Mainz

Der Künstler Gunter Demnig möchte mit seinen Stolpersteinen die Erinnerung an die von den Nationalsozialisten Ermordeten, Deportierten, Vertriebenen und in den Selbstmord Getriebenen wachhalten, denn ein „Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist“.

Die Stolpersteine werden vor den ehemaligen Wohnhäusern der NS-Opfer im Straßenpflaster verlegt.

Stolperstein Eugen Salomon Mainz

Nach Angaben der offiziellen Stolpersteine-Website gibt es inzwischen in Deutschland an über 500 Orten Stolpersteine.

Eine Liste weiterer Stolpersteine in Mainz ist auf der Website www.mainz1933-1945.de des Vereins für Sozialgeschichte Mainz e.V. zu finden.