#fbm15. Grenzen. Überwinden.

Draußen…

K.: „Fachbesucher?“
A.: „Ja.“
K.: „Visitenkarte?“
A.: „Nein. Online-Akkreditierung.“
K. „Ähh?
Scheine wechseln den Besitzer. Die relevanten Papiere.

Drinnen…

Im Pavillon des Gastlandes Indonesien:

fbm15 gastland indonesien

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Sing mir ein Lied vom Drogenbaron – Erazo Heufelders Reisereportage „Drogenkorridor Mexiko“

Drogenkorridor MexikoHoch oben, auf dem Friedhof von Santiago de los Caballeros, thront vor der malerischen Kulisse der Sierra Madre ein gigantischer Marmortempel. Es soll die letzte Ruhestätte des Drogenbosses Ernesto Fonseca Carrillo werden – nachdem er im Gefängnis seine lebenslange Haftstrafe abgesessen hat.

Ihre Denkmäler lassen sich die mexikanischen Drogenbarone schon zu Lebzeiten errichten. Und während sich korrupte Politiker am Drogenhandel bereichern, verkaufen sich Drogenbarone als vermeintliche Philanthropen. Den Menschen in Badiraguato, so schreibt Erazo Heufelder in ihrer Reportage Drogenkorridor Mexiko, sei der Drogenbaron Rafael Caro Quintero als größter Gönner ihrer Gemeinde in Erinnerung geblieben. Er habe nicht nur Schulen und Kirchen bauen lassen, sondern auch abgelegene Ortschaften mit Strom versorgt.

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Magischer Realismus war gestern: Lateinamerika-Literatur im Rückblick

Nachdem danares.mag Anfang März den ersten Blog-Geburtstag feierte (und neuerdings auch in Facebook auf Leser wartet), möchte ich nun das erste öffentliche Lesejahr zur lateinamerikanischen Literatur rekapitulieren.

Wer zeitgenössische Literatur aus Lateinamerika abseits von Verkaufsgaranten wie García Márquez, Vargas Llosa oder Isabel Allende liest, wird feststellen: Lateinamerikanische Literatur ist witzig, unterhaltsam, tiefgründig, manchmal ganz schön brutal, meistens erfreulich kurz und bündig – und sie ist vor allem eines: auf der Höhe der Zeit.

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Judith Torrea: „Kinder begraben Kinder“ | Ciudad Juárez, Mexiko

Judith Torrea: Juárez en la sombraJudith Torrea hat ihr Herz an Ciudad Juárez verloren. Ciudad Juárez gilt als eine der gefährlichsten Städte der Welt, doch Judith Torrea nennt sie liebevoll Juaritos. In der mexikanischen Grenzstadt regiert ein mörderischer Drogenkrieg, dem jedes Jahr tausende von Menschen zum Opfer fallen.
Die Spanierin Judith Torrea arbeitete bis 2009 als Reporterin in New York. Dort beobachtete sie Tag für Tag die Schönen und Reichen beim gepflegten Drogenkonsum. „Weißt Du, wie viele Tote es erfordert, damit Du ein Gramm Kokain konsumieren kannst?“ Diese Frage richtete sie an einen New Yorker Millionär. Sie erhielt keine Antwort. Aber sie beschloss, die New Yorker Glamourwelt zu verlassen und nach Ciudad Juárez zu gehen, um dort vor Ort über das Leben und Sterben im Schatten des Drogenkrieges zu berichten.

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