NoViolet Bulawayo: Wir brauchen neue Namen

Wir brauchen neue NamenNamen gibt es viele in diesem Roman: Da ist die junge Protagonistin Darling, die mit ihren Freunden Bastard, Chipo und Godknows durch die Straßen ihres Ortes zieht. Der Ort trägt den Namen Paradise. Paradise ist eine Blechhüttensiedlung.

Um sich die Zeit zu vertreiben, erfinden Darling und ihre Freunde Spiele, zum Beispiel das Landspiel: „Aber vorher müssen wir uns um die Namen streiten, weil alle bestimmte Länder sein wollen, also alle wollen USA sein und England und Kanada… Keiner will so ein lumpiges Land sein wie Kongo, Somalia oder Irak, wie Sudan, Haiti oder Sri Lanka oder auch das, in dem wir leben.“

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Becketts Leuchtturm in Dún Laoghaire

Etwa zehn Kilometer südlich von Dublin liegt das kleine Hafenstädtchen Dún Laoghaire – ein Name, der sich auf der Landkarte verhältnismäßig schwierig liest, vor Ort jedoch durch die Aussprache Dun Liri überzeugt.

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Fußballträume und Männertragödien in der Atacama-Wüste: Hernán Rivera Leteliers Roman „Der Traumkicker“

TraumkickerIn der chilenischen Salpeter-Siedlung Coya Sur stehen die Zeichen auf Sturm: Das Lokalderby gegen den Erzrivalen aus dem Nachbarort María Elena steht bevor, und dieses Mal – da sind sich alle einig – will man nicht gegen die „Staubfresser“ verlieren. Beim letzten Fußball-Match gegen María Elena habe man, so Dorf-Sheriff Concha, „gespielt wie noch nie und verloren wie immer“.

Die Lage scheint aussichtslos, doch dann taucht plötzlich ein Fremder in der Siedlung auf, der sich als Virtuose am Ball erweist. Don Celestino Rojas, der frömmelnde Präsident der Fußball-Vereinigung, ist überzeugt: „Der Mann ist der Messias.“

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Sergio Olguín: Zurück nach Lanús | Literatur aus Argentinien

Olguín_Zurück nach LanúsLanús, ein Vorort von Buenos Aires: Adrián verbringt seine Kindheit mit Freunden auf der Straße. Sie unterhalten sich über Superhelden, lesen Comics und wehren sich gegen die Angriffe der übermächtigen Jungs aus der Tincho-Familie.

Es ist aber vor allem die Liebe zum Fußball, die Adrián, Francisco und die anderen Jungs vereint: „Was Freundschaft war, was ich im Leben tun oder lassen sollte, was wichtig und was banal war, all das lernte ich beim Fußballspielen.“

Alle sind sie Fans von Independiente, nur Adrián hält zu Boca. Gemeinsam suchen sie das Haus, in dem Diego Maradona aufwuchs, um ihm für die zwei Tore gegen England zu danken – oder sie stoßen zusammen in unbekannte Regionen von Lanús vor, um ihren Fußball an einer Tankstelle aufzupumpen.

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